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Das Thema für diese Illustration war Myelofibrose, eine äusserst seltene Form von Blutkrebs. Die Illustration sollte einen Text begleiten, in welchem auf mögliche Hoffnung in Form von neuen Medikamenten hingewiesen wird. Diese Art von Illustration mache ich monatlich für einen medizinischen Mitarbeiter-Newsletter.
Ich entschied mich, ein symbolisches Bild zu wählen, daher also eine "kranke" Raupe, die sich aus dem Bett erhebt, sich der Sonne entgegenstreckt und dabei ihre Schmetterlingsflügel ausbreitet - sprich: Heilung erlebt!
Technik: Non-Photo Blue Pencil "Sketcher" für Vorzeichnung, dann mit Faber PITT schwarze Umrandung nachgezogen, eingescannt und mittels Photoshop koloriert. Zeitaufwand: 2 Std.
Blog von "awe" Adrian Weber (Bern, Schweiz), Zeichner, Maler und Kunstlehrer. Kurse unter www.schweizermalschule.ch
23. September 2012
Illustration zu Myelofibrose
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Myelofibrose,
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Photoshop,
Raupe,
Schmetterling,
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22. September 2012
Schweineborsten-Pinsel
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Diese Zeichnung entstand als privates Dankeschön für einen Kursteilnehmer, nachdem sich aus einer Situationskomik heraus diese Cartoon-Idee ergeben hatte. Ich referierte etwas von Eichhörnchenpinseln und -haar und dass Eichhörnchen nicht leiden müssten, bzw. nicht gequält sondern im Gegenteil vorzüglich behandelt und anschliessend rasiert würden, worauf eben dieser Teilnehmer etwas sagte von "lieber ein cochon" und dass er die "pinceaux de cochon" allemal vorziehen würde, mit denen könne man so richtig Schweinereien anstellen. Na ja, ob er malerische oder anderweitige Schweinereien meinte, blieb dahingestellt, aber das schallende Gelächter um ihn herum liess auf eine mehrdeutige Interpretation schliessen...
Jedenfalls hatte ich meine Cartoon-Idee, eine eher unschuldige Umsetzung der angedeuteten Schweinereien...schliesslich gibt es auch in der Kunst einiges an "Schweinereien".
Zeitaufwand: 25', Technik: Pablo permanent schwarz umrandet und geschrieben, mit Supracolor schraffiert und laviert.
Jedenfalls hatte ich meine Cartoon-Idee, eine eher unschuldige Umsetzung der angedeuteten Schweinereien...schliesslich gibt es auch in der Kunst einiges an "Schweinereien".
Zeitaufwand: 25', Technik: Pablo permanent schwarz umrandet und geschrieben, mit Supracolor schraffiert und laviert.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
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Pablo,
Schwein,
Schweineborsten-Pinsel,
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Supracolor
15. September 2012
Tukan in der Schweizer Illustrierte
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In der Ausgabe 37 (12. September 2012) der Schweizer Illustrierte erschien ein Artikel über die Genfer Farbenfirma Caran d'Ache, genauer über deren neue Präsidentin, Carole Hübscher. Dabei posiert sie auf einem grossflächigen Bild, das einen farbigen Tukan darstellt. Dieses Bild malte ich ad hoc und unvorbereitet während des Interviews vor Ort, als die Journalistin und der Fotograf ihre Idee von einem "grossen Bild" äusserten, auf dem ihre Protagonistin stehen und dann aus der Vogelperspektive fotografiert werden könnte. Ob ich da was machen könnte, fragte mich unsere Kommunikationschefin. Grrr! Im Prinzip nein, unmöglich, erst recht, als ich die Grösse der Papierrolle, die kurze Zeit und all die noch zu erledigenden Pendenzen erwog...Doch das charmante Betteln stimmte mich um. Nun hatte ich genau 25' Zeit zwischen zwei wichtigen Sitzungen: Der (alte) Sportler in mir legte los, ich rannte in den 5. Stock der Firma, wo das Atelier lag, riss Gouache-Farbflaschen aus den Schränken, legte mir grosse Pinsel zurecht, rollte die Papierrolle 3x3m aus, klebte sie fest, zog die Schuhe aus und legte los. Adrenalin pur, ich schnaufte, schwitzte, Jackson Pollock grüsste aus der Ferne, und schon nach wenigen Pinselstrichen spürte ich, dass es was werden könnte. Ich malte das Bild ja aus dem Kopf und ohne jegliche Distanz. Farbig sollte es sein, also knallte ich Neongelb und -rot dazu, noch Schwarz, ein paar Kringel für die Dynamik dazu, Farbnamen dazukritzeln - fertig. Pinsel und Hände waschen, runter in die nächste Sitzung, durchschnaufen - und Kopfweh!
Ich wusste danach nicht, ob das Shooting mit der Präsidentin gelang, sie meinte nur, sie habe nicht gewagt, auf das Bild zu stehen. Sie fand jedenfalls Gefallen am farbigen Tukan und fragte mich, ob sie das Bild nach Hause für ihre Kinder mitnehmen könne. Klar durfte sie, für mich war das ja einfach eine bezahlte Trainingseinheit und ein weitere Erfahrung darüber, was man machen kann, wenn man kurz mal Gas gibt. Wenn ich das Bild in der Schweizer Illustrierten nun so betrachte, sieht es so klein und harmlos aus, als wäre da einfach ein Bildchen neben eine Person montiert worden. Ich rege mich über den wenig perfekten Tukan auf, den ich schon viel besser hingekriegt habe, und tröste mich dann wieder mit positiven Feedbacks, die mich von verschiedener Seite dazu erreicht haben.
Kürzlich trug ich Zeichenmaterial für die Performance eines Künstlers zusammen, der sich "Extremzeichner" nennt. Als ich sah, was und wie er malt, hirnte ich herum, wie ich meine Art von Malerei wohl nennen könnte. Ich kam auf "Transpirating-Oversize-Speedpainter" oder so...
Zeitaufwand: 25', Grösse: 2.5 x 2.5m, Technik: Flüssig-Gouache mit Neocolor auf Papier.
In der Ausgabe 37 (12. September 2012) der Schweizer Illustrierte erschien ein Artikel über die Genfer Farbenfirma Caran d'Ache, genauer über deren neue Präsidentin, Carole Hübscher. Dabei posiert sie auf einem grossflächigen Bild, das einen farbigen Tukan darstellt. Dieses Bild malte ich ad hoc und unvorbereitet während des Interviews vor Ort, als die Journalistin und der Fotograf ihre Idee von einem "grossen Bild" äusserten, auf dem ihre Protagonistin stehen und dann aus der Vogelperspektive fotografiert werden könnte. Ob ich da was machen könnte, fragte mich unsere Kommunikationschefin. Grrr! Im Prinzip nein, unmöglich, erst recht, als ich die Grösse der Papierrolle, die kurze Zeit und all die noch zu erledigenden Pendenzen erwog...Doch das charmante Betteln stimmte mich um. Nun hatte ich genau 25' Zeit zwischen zwei wichtigen Sitzungen: Der (alte) Sportler in mir legte los, ich rannte in den 5. Stock der Firma, wo das Atelier lag, riss Gouache-Farbflaschen aus den Schränken, legte mir grosse Pinsel zurecht, rollte die Papierrolle 3x3m aus, klebte sie fest, zog die Schuhe aus und legte los. Adrenalin pur, ich schnaufte, schwitzte, Jackson Pollock grüsste aus der Ferne, und schon nach wenigen Pinselstrichen spürte ich, dass es was werden könnte. Ich malte das Bild ja aus dem Kopf und ohne jegliche Distanz. Farbig sollte es sein, also knallte ich Neongelb und -rot dazu, noch Schwarz, ein paar Kringel für die Dynamik dazu, Farbnamen dazukritzeln - fertig. Pinsel und Hände waschen, runter in die nächste Sitzung, durchschnaufen - und Kopfweh!
Ich wusste danach nicht, ob das Shooting mit der Präsidentin gelang, sie meinte nur, sie habe nicht gewagt, auf das Bild zu stehen. Sie fand jedenfalls Gefallen am farbigen Tukan und fragte mich, ob sie das Bild nach Hause für ihre Kinder mitnehmen könne. Klar durfte sie, für mich war das ja einfach eine bezahlte Trainingseinheit und ein weitere Erfahrung darüber, was man machen kann, wenn man kurz mal Gas gibt. Wenn ich das Bild in der Schweizer Illustrierten nun so betrachte, sieht es so klein und harmlos aus, als wäre da einfach ein Bildchen neben eine Person montiert worden. Ich rege mich über den wenig perfekten Tukan auf, den ich schon viel besser hingekriegt habe, und tröste mich dann wieder mit positiven Feedbacks, die mich von verschiedener Seite dazu erreicht haben.
Kürzlich trug ich Zeichenmaterial für die Performance eines Künstlers zusammen, der sich "Extremzeichner" nennt. Als ich sah, was und wie er malt, hirnte ich herum, wie ich meine Art von Malerei wohl nennen könnte. Ich kam auf "Transpirating-Oversize-Speedpainter" oder so...
Zeitaufwand: 25', Grösse: 2.5 x 2.5m, Technik: Flüssig-Gouache mit Neocolor auf Papier.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
caran d'ache,
Gouache,
Jackson Pollock,
Präsidentin,
Schweizer Illustrierte,
Tukan
17. August 2012
Ölporträt auf Holz
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Eine Fingerübung kürzlich in meinem Atelier. Auf einer Holzplatte, die schon länger unbenutzt rumstand, übte ich mich ein wenig in Porträtzeichnen bzw. -malen. Ist bei mir immer etwas zu kurz gekommen, natürlich auch, weil ich Porträt als schwierigste Disziplin innerhalb der figürlichen Kunst bezeichne. Ein Pferd zu malen ist auch schwierig, aber kein Pferd wird dir sagen, dass ihm sein Porträt nicht gefällt. Menschen dagegen haben eine andere Selbst- und Fremdempfindung. Kleinste Abweichungen im Augen- oder Hautbereich genügen, und das liebliche Gesicht wird zu einer schrecklichen Fratze. 7 Milliarden Experten ihrer selbst.
Was Sophie betrifft, die ich hier ab einem Kalenderfoto nachzumalen versuchte, so war sie recht zufrieden und fand durchaus, das sei sie. Sie fühlte sich sogar geehrt, vor ihrem kleinen Bruder als Modell den Vortritt erhalten zu haben
Dabei zeichnete ich kaum vor, der gepresste Holzuntergrund ist grob gekörnt und saugt Farben schnell auf. Zarte Übergänge und feinste Details hinzukriegen, ist also recht schwierig.
Ich startete mit Wachspastellen Neocolor I, löste diese mit Terpentinersatz leicht an, dann rasch mit Acryl (eine malerische Todsünde: Acryl über Wachs/Öl...) grobe Flächen setzen, mit Neocolor I und dem Wachsbuntstift Luminance Details und Umrisse setzen, dann mittels Öl leuchtende Farben und Volumen aufbauen. Am Schluss - wobei man bei dieser Art von Porträt noch wochenlang weiterarbeiten könnte - im Hintergrund, Haar- und Kleidbereich mit Wachskreiden dynamische, kreisende Striche gesetzt, um das Ganze etwas vibrieren zu lassen.
Noch weit von einem (Meister-)Werk entfernt, aber bin doch schon mal zuversichtlich gestimmt, dass ich in diesem Bereich wieder etwas mehr Sicherheit erlange.
30x40cm, Zeitaufwand netto: 9 Std.
Eine Fingerübung kürzlich in meinem Atelier. Auf einer Holzplatte, die schon länger unbenutzt rumstand, übte ich mich ein wenig in Porträtzeichnen bzw. -malen. Ist bei mir immer etwas zu kurz gekommen, natürlich auch, weil ich Porträt als schwierigste Disziplin innerhalb der figürlichen Kunst bezeichne. Ein Pferd zu malen ist auch schwierig, aber kein Pferd wird dir sagen, dass ihm sein Porträt nicht gefällt. Menschen dagegen haben eine andere Selbst- und Fremdempfindung. Kleinste Abweichungen im Augen- oder Hautbereich genügen, und das liebliche Gesicht wird zu einer schrecklichen Fratze. 7 Milliarden Experten ihrer selbst.
Was Sophie betrifft, die ich hier ab einem Kalenderfoto nachzumalen versuchte, so war sie recht zufrieden und fand durchaus, das sei sie. Sie fühlte sich sogar geehrt, vor ihrem kleinen Bruder als Modell den Vortritt erhalten zu haben
Dabei zeichnete ich kaum vor, der gepresste Holzuntergrund ist grob gekörnt und saugt Farben schnell auf. Zarte Übergänge und feinste Details hinzukriegen, ist also recht schwierig.
Ich startete mit Wachspastellen Neocolor I, löste diese mit Terpentinersatz leicht an, dann rasch mit Acryl (eine malerische Todsünde: Acryl über Wachs/Öl...) grobe Flächen setzen, mit Neocolor I und dem Wachsbuntstift Luminance Details und Umrisse setzen, dann mittels Öl leuchtende Farben und Volumen aufbauen. Am Schluss - wobei man bei dieser Art von Porträt noch wochenlang weiterarbeiten könnte - im Hintergrund, Haar- und Kleidbereich mit Wachskreiden dynamische, kreisende Striche gesetzt, um das Ganze etwas vibrieren zu lassen.
Noch weit von einem (Meister-)Werk entfernt, aber bin doch schon mal zuversichtlich gestimmt, dass ich in diesem Bereich wieder etwas mehr Sicherheit erlange.
30x40cm, Zeitaufwand netto: 9 Std.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Holz,
Menschen darstellen,
Neocolor I,
Ölmalerei,
Porträt
15. Juli 2012
Studie Frauenporträt
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Hier eine 30' Studie für ein Frauenporträt, ein Versuch mit neuem Untergrund, braune Gouache mit feinem Quarzsand und Acrylbinder vermischt und auf Papier aufgetragen. Mit neuen Porträtfarben der harten Wachspastelle Neocolor I Versuche gemacht. Meist mit flach aufgetragenem Pastell gearbeitet, Wachs hinterlässt feinen Farbabrieb, womit Intensität mittels Druck gesteuert werden kann. Interessante Technik. Später machte ich einen zweiten Versuch mit dem Porträt eines alten Mannes, wobei ich zusätzlich den Strich mit Terpentinersatz anlöste und vermalte.
Hier eine 30' Studie für ein Frauenporträt, ein Versuch mit neuem Untergrund, braune Gouache mit feinem Quarzsand und Acrylbinder vermischt und auf Papier aufgetragen. Mit neuen Porträtfarben der harten Wachspastelle Neocolor I Versuche gemacht. Meist mit flach aufgetragenem Pastell gearbeitet, Wachs hinterlässt feinen Farbabrieb, womit Intensität mittels Druck gesteuert werden kann. Interessante Technik. Später machte ich einen zweiten Versuch mit dem Porträt eines alten Mannes, wobei ich zusätzlich den Strich mit Terpentinersatz anlöste und vermalte.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Neocolor I,
Porträt,
Studie
5. Juli 2012
Karikatur für Didier Cuche
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Ich wurde kürzlich angefragt, für den zurückgetretenen Skifahrer Didier Cuche ein persönliches Abschiedsbild zu gestalten. Dazu erhielt ich zahlreiche Stichworte. Cuche sollte leicht karikiert werden, aber das Bild sollte seine liebenswürdige Art wiedergeben, also nicht verletzend wirken. In blau gehalten soll das Bild Winter- und Schneestimmung vermitteln.
Nach etwas Recherchearbeit beschloss ich, dass Cuche auf den Schultern des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tells und der Mutter Helvetia sitzen und von ihnen in die Höhe gehoben werden könnte. Die beiden stehen auf den Umrissen der Schweiz. Ganz oben schwebt ein Lorbeerkranz, die olympischen Ringe umgeben seinen Kopf wie ein Schein. Die grosse Ausstrahlung des Strahlemanns soll mit einem Strahlenkranz sichtbar werden. Cuche war verschmitzt, zeigte gerne Mukis, vergoss aber ab und zu auch mal eine Träne. Er zeigte Herz mit der Unterstützung der Stiftung "Porte-Bonheur", die aus dem Erlös seiner Ovo-Helmverkäufe gespiesen wurde. 2012 wählten ihn die Fernsehzuschauer zum "Schweizer des Jahres 2011". 6x Weltcupdisziplinensieger, 4 WM-Medaillen, 5x Kitzbühl-Hahnenkammsieger, Adelboden-Sieger 2002, Olympia-Silber, 4 Olympia-Teilnahmen, aber auch viele Verletzungen und Tiefs, Frusts, so jene mit den "langsamen" Rennanzügen. All das und noch mehr ist auf dem Bild zu finden.
Technik: Blau vorgezeichnet mit blauem Supracolor, leicht aquarelliert, dann mit extrafeiner Acrylic Preussischblau gesamte Szenerie vorgezeichnet und Volumen angedeutet. Acryl Kobaltblau, Permanentblau, Grau und Schwarz in transparenten Lagen geschichtet, zum Schluss mit Pablo-Farbstift (permanent) schraffiert und Volumen verstärkt, leichte Farbakzente gesetzt. Mit weisser Acryl Lichtpunkte gesetzt. Auf Canson "Montval"-Papier 300g/m2 gemalt, wellt nicht.
Zeitaufwand total 12 Std.
Ich wurde kürzlich angefragt, für den zurückgetretenen Skifahrer Didier Cuche ein persönliches Abschiedsbild zu gestalten. Dazu erhielt ich zahlreiche Stichworte. Cuche sollte leicht karikiert werden, aber das Bild sollte seine liebenswürdige Art wiedergeben, also nicht verletzend wirken. In blau gehalten soll das Bild Winter- und Schneestimmung vermitteln.
Nach etwas Recherchearbeit beschloss ich, dass Cuche auf den Schultern des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tells und der Mutter Helvetia sitzen und von ihnen in die Höhe gehoben werden könnte. Die beiden stehen auf den Umrissen der Schweiz. Ganz oben schwebt ein Lorbeerkranz, die olympischen Ringe umgeben seinen Kopf wie ein Schein. Die grosse Ausstrahlung des Strahlemanns soll mit einem Strahlenkranz sichtbar werden. Cuche war verschmitzt, zeigte gerne Mukis, vergoss aber ab und zu auch mal eine Träne. Er zeigte Herz mit der Unterstützung der Stiftung "Porte-Bonheur", die aus dem Erlös seiner Ovo-Helmverkäufe gespiesen wurde. 2012 wählten ihn die Fernsehzuschauer zum "Schweizer des Jahres 2011". 6x Weltcupdisziplinensieger, 4 WM-Medaillen, 5x Kitzbühl-Hahnenkammsieger, Adelboden-Sieger 2002, Olympia-Silber, 4 Olympia-Teilnahmen, aber auch viele Verletzungen und Tiefs, Frusts, so jene mit den "langsamen" Rennanzügen. All das und noch mehr ist auf dem Bild zu finden.
Technik: Blau vorgezeichnet mit blauem Supracolor, leicht aquarelliert, dann mit extrafeiner Acrylic Preussischblau gesamte Szenerie vorgezeichnet und Volumen angedeutet. Acryl Kobaltblau, Permanentblau, Grau und Schwarz in transparenten Lagen geschichtet, zum Schluss mit Pablo-Farbstift (permanent) schraffiert und Volumen verstärkt, leichte Farbakzente gesetzt. Mit weisser Acryl Lichtpunkte gesetzt. Auf Canson "Montval"-Papier 300g/m2 gemalt, wellt nicht.
Zeitaufwand total 12 Std.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Acrylic,
Didier Cuche,
Karikatur,
Lichtpunkte,
Pablo,
Ski
30. Juni 2012
Cartoon für FHB Burgdorf
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Die Schweizer Fachhochschulen sind im Umbruch und Umbau, so auch in Bern. Das altehrwürdige "Tech" in Burgdorf (FHB AHB Burgdorf) soll ab 2020 in Biel weitergeführt werden. Burgdorf bleibt zwar Fachhochschule, wird aber andere Disziplinen als Holz und Technik beherbergen. Mit verschiedenen Cartoons soll auf die Neuausrichtung 2020 hingewiesen werden, gleichzeitig soll die Botschaft vermittelt werden, dass die Musik bis 2020 in Burgdorf gespielt wird und es sich noch lohnt, mit Burgdorf zu rechnen. Ich habe diese Botschaft mit verschiedenen Vorschlägen umzusetzen versucht, zum Zug kam schliesslich das Bild mit dem Apfelbaum und dem Pflänzchen. Das Bild zeigt, dass der "alte" Baum noch viele Früchte abwirft, bis der "neue" Baum in Biel soweit gewachsen sein wird. Nicht zufällig Baum/Holz-Thema, denn Holz war und ist das zentrale Element an diesem Standort.
Der zweite Cartoon zeigt die verschiedenen Studi-Typen: Architekten, Ingenieure und Holzfachleute: Also klischeehaft dargestellt Theoretiker, Zahlenmenschen und Praktiker - sie alle helfen mit, den neuen Campus zu "bauen" und zu prägen.
Gewünscht war allgemein eine einfache Schwarzweiss-Umsetzung mit einzelnen Farbtupfern sowie D+F.
Umsetzung: 1. Vorzeichnung mit Non-Photo-Blue Sketcher 2. Reinzeichnung schwarzer Strich mit schwarzem Fineliner 3. Scan SW 4. Schattieren bzw. Kolorieren mittels Photoshop.
Die Schweizer Fachhochschulen sind im Umbruch und Umbau, so auch in Bern. Das altehrwürdige "Tech" in Burgdorf (FHB AHB Burgdorf) soll ab 2020 in Biel weitergeführt werden. Burgdorf bleibt zwar Fachhochschule, wird aber andere Disziplinen als Holz und Technik beherbergen. Mit verschiedenen Cartoons soll auf die Neuausrichtung 2020 hingewiesen werden, gleichzeitig soll die Botschaft vermittelt werden, dass die Musik bis 2020 in Burgdorf gespielt wird und es sich noch lohnt, mit Burgdorf zu rechnen. Ich habe diese Botschaft mit verschiedenen Vorschlägen umzusetzen versucht, zum Zug kam schliesslich das Bild mit dem Apfelbaum und dem Pflänzchen. Das Bild zeigt, dass der "alte" Baum noch viele Früchte abwirft, bis der "neue" Baum in Biel soweit gewachsen sein wird. Nicht zufällig Baum/Holz-Thema, denn Holz war und ist das zentrale Element an diesem Standort.
Der zweite Cartoon zeigt die verschiedenen Studi-Typen: Architekten, Ingenieure und Holzfachleute: Also klischeehaft dargestellt Theoretiker, Zahlenmenschen und Praktiker - sie alle helfen mit, den neuen Campus zu "bauen" und zu prägen.
Gewünscht war allgemein eine einfache Schwarzweiss-Umsetzung mit einzelnen Farbtupfern sowie D+F.
Umsetzung: 1. Vorzeichnung mit Non-Photo-Blue Sketcher 2. Reinzeichnung schwarzer Strich mit schwarzem Fineliner 3. Scan SW 4. Schattieren bzw. Kolorieren mittels Photoshop.
Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Apfelbaum,
BFH AHB Burgdorf,
Photoshop,
Sketcher
27. Juni 2012
Skizzieren in Bergün
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Ein Wochenende mit der Familie Mitte Mai in Bergün, einem wunderschönen Bergdorf in den Bündner Alpen. Mitten in all den anderen Aktivitäten immer wieder kurze Zeitfenster, die zum Skizzieren genutzt werden können. Ich hatte ein paar aquarellierbare Supracolor-Stifte dabei, einen schwarzen Fineliner, einen bequemen Aquabrush (Plastikpinsel mit integriertem Wasserbehälter) sowie ein paar Dutzend kleinformatige Skizzierpapiere. Abends, als die Kinder Fernseh guckten und sich damit mal einige Minuten still halten konnten, skizzierte ich beide während je 5' (indem ich auf die Uhr schaute, meinen Sohn (5) in Blau, meine Tochter (9) in Rot. Tagsüber skizzierte ich meine Frau auf dem Liegestuhl während 10' und bei einem stündigen Rundgang durchs Dorf zeichnete ich ein paar Motive der wunderbar malerischen Häuser mit den kunstvollen Sgrafittos, den Römerturm sowie den Blick auf die den Ort umgebenden Berge. Ohne künstlerische Ambition, eher zum Relaxen, als Fingerübung und als schönes Andenken an Durchatmen. Hier die kleine Ausbeute:






Ein Wochenende mit der Familie Mitte Mai in Bergün, einem wunderschönen Bergdorf in den Bündner Alpen. Mitten in all den anderen Aktivitäten immer wieder kurze Zeitfenster, die zum Skizzieren genutzt werden können. Ich hatte ein paar aquarellierbare Supracolor-Stifte dabei, einen schwarzen Fineliner, einen bequemen Aquabrush (Plastikpinsel mit integriertem Wasserbehälter) sowie ein paar Dutzend kleinformatige Skizzierpapiere. Abends, als die Kinder Fernseh guckten und sich damit mal einige Minuten still halten konnten, skizzierte ich beide während je 5' (indem ich auf die Uhr schaute, meinen Sohn (5) in Blau, meine Tochter (9) in Rot. Tagsüber skizzierte ich meine Frau auf dem Liegestuhl während 10' und bei einem stündigen Rundgang durchs Dorf zeichnete ich ein paar Motive der wunderbar malerischen Häuser mit den kunstvollen Sgrafittos, den Römerturm sowie den Blick auf die den Ort umgebenden Berge. Ohne künstlerische Ambition, eher zum Relaxen, als Fingerübung und als schönes Andenken an Durchatmen. Hier die kleine Ausbeute:






Labels: Kunst, Illustration, Cartoon, Karikatur
Aquabrush,
Bergün,
Fineliner,
Graubünden,
Schnellskizze,
Skizzen,
Skizzieren,
Supracolor
5. Juni 2012
Karikatur zur Konfirmation
Herzlich willkommen beim Blog von www.awecartoon.ch!
Eine Patin wünschte für Ihren knapp 16jährigen Patenjungen zur Konfirmation ein spezielles Bild, eine (wohlwollende) Karikatur, die Ihren Bezug zu ihm, zu dessen Hobbies, zu gemeinsamen Erlebnissen und zu anstehenden Projekten illustrieren sollte.
Nach eingehender Recherchearbeit machte ich mich ans Skizzieren auf losen A4-Blättern, dann ans Komponieren auf dem 48 x 60cm Aquarellpapier mittels orangem Supracolor. Definitive Linien zog ich mit schwarzem, wasserfestem Buntstift (Negro von Koh-i-noor und Pablo von CdA) nach, danach aquarellierte ich die orangen Linien und schuf erste, zarte Volumen. Mittels Museum-Aquarellminen kolorierte ich erste Schichten transparent, dann deckender mit Gouache extra-fine. Schwarze Linien wieder nachziehen mit Pitt-Brush, über Gouache erneut mit Supracolor und Pablo schraffieren, ersteren leicht vermalen, zum Schluss Lichtpunkte mit weisser Deckfarbe setzen. Zeitaufwand: Rund 9 Stunden. Hat mir sehr Spass gemacht, der Patin auch - ob dem Protagonisten, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. In diesem Alter sieht man sich vermutlich noch nicht so mit selbstironischem Blick wie vielleicht später...
Eine Patin wünschte für Ihren knapp 16jährigen Patenjungen zur Konfirmation ein spezielles Bild, eine (wohlwollende) Karikatur, die Ihren Bezug zu ihm, zu dessen Hobbies, zu gemeinsamen Erlebnissen und zu anstehenden Projekten illustrieren sollte.
Nach eingehender Recherchearbeit machte ich mich ans Skizzieren auf losen A4-Blättern, dann ans Komponieren auf dem 48 x 60cm Aquarellpapier mittels orangem Supracolor. Definitive Linien zog ich mit schwarzem, wasserfestem Buntstift (Negro von Koh-i-noor und Pablo von CdA) nach, danach aquarellierte ich die orangen Linien und schuf erste, zarte Volumen. Mittels Museum-Aquarellminen kolorierte ich erste Schichten transparent, dann deckender mit Gouache extra-fine. Schwarze Linien wieder nachziehen mit Pitt-Brush, über Gouache erneut mit Supracolor und Pablo schraffieren, ersteren leicht vermalen, zum Schluss Lichtpunkte mit weisser Deckfarbe setzen. Zeitaufwand: Rund 9 Stunden. Hat mir sehr Spass gemacht, der Patin auch - ob dem Protagonisten, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. In diesem Alter sieht man sich vermutlich noch nicht so mit selbstironischem Blick wie vielleicht später...
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