16. Oktober 2014

Neuere Karikaturen

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Hier zwei in jüngerer Zeit entstandene Auftragskarikaturen:

























Bastien, 18 Jahre alt und grosser Star Trek-Fan, mit eigener Katze...
























Hier ein paar Details des Bildes A3, Museum, Pinsel-Filzstifte sowie Aquarell.
Das Bild entstand im September 2014.

Zeitaufwand: 5 Std.


Das zweite Bild war als Abschiedsgeschenk für eine reizende, junge Familie gedacht, die sich für einige Monate ins Ausland verabschiedete:


Zeitaufwand: 4.5 Std.


Farbenspiel...

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Ab und zu macht es einfach Spass, auch so mal mit Farben zu spielen. In Zusammenhang mit einem Buchprojekt pröbelte ich zusammen mit einem Grafiker an verschiedenen Farbanordnungen mit 120 Supracolor herum, zugegeben, diese beiden hier sind sehr naheliegend - aber mir gefällt's halt einfach und so musste ich 2 Handy-Fotos davon machen…in Farbe (frei nach Wilhelm Ostwald) sowie in Schwarz-Weiss à la "19 Shades of Grey…".


Belinda

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Von der Facebook-Verwalterin der jungen Tennis-Spielerin Belinda Bencic wurden wir im August 2014 angefragt, ob wir spontan einen gezeichneten Beitrag zeichnen könnten zum bevorstehenden 30'000sten Fan von Belinda auf Facebook. Die Idee war ok, aber wieder einmal blieb mir nur sehr wenig Zeit, genauer nämlich nur eine Nacht. Ich realisierte die Zeichnung, die zugegebenermassen keine supertreffende Karikatur von Belinda ist, mit 1. SKETCHER Non-Photo-Blue, 2. Museum und Supracolor sowie 3. Aquarell und pigmentierte Pinselstifte (Prototypen). Vom Gesamtbild her war ich zufrieden, nicht aber mit dem Kopf - na ja, ein ander Mal besser.

Die Zeichnung schien Belinda trotzdem echt zu freuen, auf Facebook erhielt die Zeichnung sehr grosse Resonanz, es gab sogar einen Artikel darüber auf der WTA-Website Artikel WTA-Website und auch auf Tennis-TV erschien die Zeichnung in einem Beitrag.


Zeitaufwand: 2 Std.

Die Welt der Farben vermitteln...

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Ziemlich oft bin ich unterwegs, meist weniger in Sachen eigene Kunst, sondern zur Vermittlung von Farben meines Arbeitgebers. Spass macht es trotzdem, mit Farben zu spielen. Hier ein Eindruck von einem Tages-Event in London im "Ice Tank", ein cooles, total weisses Lokal ohne Ecken in der Nähe des Covent Garden. Der Event hiess "Christmas in July" und ich führte während 8h einige Produkte vor, darunter Museum Aquarelle, Pastel Pencil + Cube, Supracolor sowie Neopastel:





























Hier führe ich im Mai 2014 eine Gruppe von Papeterie-Lehrlingen aus der Deutschschweiz durch die Produktion von Farbstiften und -Kreiden von Caran d'Ache in Thônex, Genf. Meine Begeisterung für die Wunder der Farbe scheint nicht alle gleich anzustecken…oder war es die Müdigkeit von der 3-5stündigen Anfahrt? 




















Im Juni 2014 fand ein Kundenanlass einer Genfer Privatbank in der Produktion von Caran d'Ache statt. Ich wurde angefragt, in einer Art Farbenparcours die Herstellung und die Vorzüge der Farbstifte zu zeigen und zu demonstrieren. Hier entstanden ad hoc das Auge mit Museum Aquarelle + Neocolor II sowie das Spachtelbild unten mit den 3 Primärfarben Gouache, mittels Kreditkarte über das Papier gezogen…passend zum Bankerthema. Zeitaufwand: und 30' für das Auge, 5' für das Spachtelbild.

15. Oktober 2014

Eine Selbststudie: Nase und Mund

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"Partielles Selbstporträt": Im Hinblick auf einen Kurs im Porträtzeichnen machte ich zuerst eine Serie von "Selfies"mit meinem Smartphone von Teilen meines Gesichts. Mit dem Schwarzweiss-Filter abstrahierte ich das Bild meiner Mundpartie. So konnte ich während einer Zugfahrt zwischen London und Nottingham im Juni 2014 mein Skizzenheft mit einigen solcher Studien anreichern. Ich fertigte sie mit Prototypen von pigmentierten Künstlerfilzstiften an, die wasserbasiert und dennoch permanent sind, d.h., sie lassen sich sehr gut schichten. Die Filzstifte haben eine weiche Pinselspitze, so kann man die Strichbreite von ganz fein bis breit mittels Winkel und Pinselführung variieren, wie im linkenTeil (roten Hintergrund) leicht feststellbar ist. Die so entstehende Struktur vibriert und wirkt lebendig.

Pigmentierter Pinselfilzstift 12 x 18cm, Zeitaufwand 20'

30. März 2014

Karikaturen für fünf Arbeitskollegen

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Ich wurde von einem Mitarbeiter einer Schweizer Firma angefragt, für ihn und vier seiner Arbeitskollegen eine spezielle Karikatur als Erinnerung an ein gemeinsames Unterfangen anzufertigen. Zu fünft hatten sie nämlich beschlossen, den Engadiner Skimarathon 2014 zu bestreiten. Die Zeichnung sollte als besonderes Geschenk an den gemeinsam bestandenen Lauf erinnern. Ich erhielt zu jeder Person nebst Foto auch Stichworte zu speziellen Eigenheiten, zu Hobbys sowie Angaben und Anekdoten zu jedem Lauf selbst. Ich baute möglichst viele Hinweise in die einzelnen A3-Bilder ein. Zuerst leichte Skizzen mit blauem SKETCHER Non Photo Blue. Erstmals arbeitete ich die schwarzen Outlines mit den neuen Prototypen des ARTLINER von Caran d'Ache. Diese pigmentierten, lichtechten und wasserbeständigen Stifte kommen im September 2014 auf den Markt. Erstmals aquarellierte ich eine Karikatur 100% mit Aquarellfarben von Sennelier, meist mittels Waterbrush von Caran d'Ache. Für feinste Lichtpunkte kam erstmals auch ein Weiss-Acrylstifte von Molotow zum Einsatz. Dynamische Linien, die ich später aquarellierte, zog ich mit MUSEUM-Aquarellstiften.
Ich hatte nicht enorm viel Zeit, der Budgetrahmen war gegeben, ich amüsierte mich trotzdem beim Zeichnen und Malen und hatte meine Freude dabei - wie hoffentlich auch die kürzlich Beschenkten…

Zeitaufwand: je 3 Std. pro Bild, 15 Std. total.

Kulisse für Volkstheater

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Von einer Volksbühne wurde ich angefragt, für die kurz bevorstehende Theatervorstellung noch
fehlende Kulissenteile zum Thema "Wald" zu malen. Es galt, 4 Holzelemente à je 2.80m Länge und 1m Breite, die alle versetzt bzw. im Winkel zueinander stehen sollten, innert kurzer Zeit zu gestalten. Dazu sollte auf einer neutralen Holzplatte ein Tor mit Holzfaser-Imitation und Fensterchen aufgemalt werden. Insgesamt etwa 14m2. Ich hatte genau ein Wochenende Zeit für diesen Auftrag und installierte mich draussen auf der Terrasse in einem "ad hoc"-Atelier, es schneite und war kalt, ausgerechnet jetzt! Ich trug Halstuch, Mütze und Halsschuhe und arbeitete von frühmorgens bis spätabends, wobei ich mit schnellen, grosszügigen Pinselstrichen von Hell nach Dunkel arbeitete. Die Waldimpressionen sollten starkes Gegenlicht wiedergeben. Damit die Acrylfarbe, die ich verwendete, nicht zu glänzig würde, kaufte ich einige matte Abtönpasten für die Fassadenmalerei nach. Bevor ich mit dem Farbauftrag begann, recherchierte ich im Internet einige Waldbilder, druckte mir eine Auswahl aus und klebte mir eine kleine Collage zusammen, die mir als Vorlage diente.
Erschwerend kam dazu, dass ich die schweren Platten alleine rumtragen musste und sie wegen des nasskalten Wetters nirgends vertikal aufstellen konnte, wodurch ich horizontal auf einem Tisch malte, was die perspektivische Wahrnehmung etwas verzerrte. Trotzdem, am Schluss war ich zufrieden mit dem Resultat und hoffte, dass die Wirkung auf der Bühne jene eines "Waldes" sein würde…

Zeitaufwand total: 20 Std.

14. März 2014

Studie in Trockenpastell - männliches Auge

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Zwischendurch hier wieder mal eine Studie, die ich zwecks Materialtesten kürzlich unternahm: Ein männliches Auge ab Fotovorlage mittels Trockenpastell (Pastell Pencil + Cube von daran d'Ache) auf Uart-Paper 20 x 26cm, Uart, eine amerikanische Marke, die auf raue Oberflächen wie Pastellpapiere, aber auch Skateboardbeschichtungen spezialisiert ist. Dieses Papier lässt zahlreiche Farbschichten und Überlagerungen zu, weil die feinen Zähne das Pulver festhalten.
Zuerst flach mit Cube leicht "Farbmassen" gelegt (Blocking in), dann mit Kanten und Ecken Zeichnung definiere, schliesslich mit Pencils Auge definieren, kolorieren, leicht mit Finger und Papierwischer vermischen, Glanzpunkte und Details wie Augenbrauen, Wimpern setzen. Alles ziemlich zügig - mit einigen Unregelmässigkeiten im Augenrund als Folge.

Zeitaufwand: 70'

27. Februar 2014

Es reicht für alle…!

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Kürzlich bin ich wieder auf diesen Schwarzweiss-Cartoon gestossen, den ich vor beinahe 20 Jahren gezeichnet hatte, mit Pinsel und Chinatusche auf Aquarellpapier gemalt - hat eigentlich an Aktualität nichts gebüsst. Ich arbeitete damals während meiner Studienzeit als Nachtwächter in zwei Flüchtlingszentren. Kriege in Somalia, Ruanda und Jugoslawien damals - und heute? Bürgerkriege in Syrien, Tschetschenien, Aufstand in der Ukraine, Arabischer Frühling und sogleich wieder Winter…und immer wieder ähneln sich die Geschichten: Korrupte Machthaber, die sich um sich kümmern aber sicher nicht um ihr anvertrautes Volk, Nutzniesser wie Waffenlieferanten, die sich ins Fäustchen lachen, und eine Masse von Menschen, die besser leben wollen, oder leben oder einfach überleben möchten, Kinder, junge Menschen mit Hoffnungen, mit Vertrauen ins Leben - bis genau dieses Leben mit voller Wucht zuschlägt und zarte Seelen in Menschenmonster verwandelt, auf dass sich der Teufelskreis schliesse...

Symmetrischer Bildaufbau, in der Mitte über allem dominierend eine Art fette, dreigesichtige Erlöserfigur, links böse grinsend, rechts böse grinsend, frontal milde lächelnd, wie Jesus Christus steht er vor seinen Anhängern, die aufgeregt im Halbkreis versammelt vor diesem Messias stehen, und was er in der Hand hält, gleicht Fisch und Brot und könnte nützlich sein für sie, wenn nicht heute, dann morgen, und er ist davor, sein Geschenk zu brechen und unter den Bedürftigen zu verteilen…Erste Welt gegen Dritte Welt wie so oft, Nord gegen Süd. "Es reicht für alle!" Zynismus pur, wie das Leben oft.

Dieser Cartoon ist nach wie vor einer meiner Lieblingscartoons. Ich habe in meinen Zeichnerjahren nicht viele gesellschaftspolitische, geschweige denn politische Zeichnungen zustande gebracht, dies ist einer der seltenen. Er wird unsere Welt nicht verändern, aber er drückt meine Sicht auf die Welt auf zeitlose Weise aus.

Zeitaufwand: 4 Std.