17. Oktober 2014

Ein Hase für Enzo!

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Kürzlich trat eine Arbeitskollegin an mich heran und erzählte mir von ihrem Sohn Enzo, 6 Jahre alt. Dieser hatte von einem Zeichenwettbewerb für Kinder erfahren, an dem er nicht mehr teilnehmen konnte, weil die Eingabefrist bereits abgelaufen war. Enzo war untröstlich, malte eine Zeichnung und sagte seiner Mutter unter Tränen, dass doch auch er ein Künstler sei, was sie ihm wohlwollend bestätigte. Weil Enzo hörte, dass ich ein "grosser Künstler" sei, bat er seine Mutter, mir seine Zeichnung mitzubringen, damit ich beurteilen könne, ob er wirklich ein echter Künstler sei...

Ich entschied mich also eines Abends nach Lichterlöschen, für Enzo ein Bild zu malen. Von seiner Mutter wusste ich, dass er Hasen über alles liebte. Also zeichnete ich einen Künstler-Osterhasen, der auf seiner Staffelei ein Sieger-Podest malt, und dort zuoberst steht mit seiner Zeichnung ein Junge…Enzo! Der Junge sei wiederum fast in Tränen ausgebrochen vor Freude, als er das Bild gesehen habe.

Ich habe dafür kein Geld gekriegt, aber viel Freude und Energie und ich weiss, dass ich meine Arbeitskollegin jederzeit auch wieder um einen kleinen Dienst bitten kann.

Mit Sketcher Non-Photo Blue vorgezeichnet, mit schwarzem Pinselstift Outlines gezogen, dann mit Museum, Supracolor und Aquarelle koloriert. Das Ganze musste ziemlich rasch gehen.

Zeitaufwand: 60'

16. Oktober 2014

Neuere Karikaturen

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Hier zwei in jüngerer Zeit entstandene Auftragskarikaturen:

























Bastien, 18 Jahre alt und grosser Star Trek-Fan, mit eigener Katze...
























Hier ein paar Details des Bildes A3, Museum, Pinsel-Filzstifte sowie Aquarell.
Das Bild entstand im September 2014.

Zeitaufwand: 5 Std.


Das zweite Bild war als Abschiedsgeschenk für eine reizende, junge Familie gedacht, die sich für einige Monate ins Ausland verabschiedete:


Zeitaufwand: 4.5 Std.


Farbenspiel...

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Ab und zu macht es einfach Spass, auch so mal mit Farben zu spielen. In Zusammenhang mit einem Buchprojekt pröbelte ich zusammen mit einem Grafiker an verschiedenen Farbanordnungen mit 120 Supracolor herum, zugegeben, diese beiden hier sind sehr naheliegend - aber mir gefällt's halt einfach und so musste ich 2 Handy-Fotos davon machen…in Farbe (frei nach Wilhelm Ostwald) sowie in Schwarz-Weiss à la "19 Shades of Grey…".


Belinda

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Von der Facebook-Verwalterin der jungen Tennis-Spielerin Belinda Bencic wurden wir im August 2014 angefragt, ob wir spontan einen gezeichneten Beitrag zeichnen könnten zum bevorstehenden 30'000sten Fan von Belinda auf Facebook. Die Idee war ok, aber wieder einmal blieb mir nur sehr wenig Zeit, genauer nämlich nur eine Nacht. Ich realisierte die Zeichnung, die zugegebenermassen keine supertreffende Karikatur von Belinda ist, mit 1. SKETCHER Non-Photo-Blue, 2. Museum und Supracolor sowie 3. Aquarell und pigmentierte Pinselstifte (Prototypen). Vom Gesamtbild her war ich zufrieden, nicht aber mit dem Kopf - na ja, ein ander Mal besser.

Die Zeichnung schien Belinda trotzdem echt zu freuen, auf Facebook erhielt die Zeichnung sehr grosse Resonanz, es gab sogar einen Artikel darüber auf der WTA-Website Artikel WTA-Website und auch auf Tennis-TV erschien die Zeichnung in einem Beitrag.


Zeitaufwand: 2 Std.

Die Welt der Farben vermitteln...

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Ziemlich oft bin ich unterwegs, meist weniger in Sachen eigene Kunst, sondern zur Vermittlung von Farben meines Arbeitgebers. Spass macht es trotzdem, mit Farben zu spielen. Hier ein Eindruck von einem Tages-Event in London im "Ice Tank", ein cooles, total weisses Lokal ohne Ecken in der Nähe des Covent Garden. Der Event hiess "Christmas in July" und ich führte während 8h einige Produkte vor, darunter Museum Aquarelle, Pastel Pencil + Cube, Supracolor sowie Neopastel:





























Hier führe ich im Mai 2014 eine Gruppe von Papeterie-Lehrlingen aus der Deutschschweiz durch die Produktion von Farbstiften und -Kreiden von Caran d'Ache in Thônex, Genf. Meine Begeisterung für die Wunder der Farbe scheint nicht alle gleich anzustecken…oder war es die Müdigkeit von der 3-5stündigen Anfahrt? 




















Im Juni 2014 fand ein Kundenanlass einer Genfer Privatbank in der Produktion von Caran d'Ache statt. Ich wurde angefragt, in einer Art Farbenparcours die Herstellung und die Vorzüge der Farbstifte zu zeigen und zu demonstrieren. Hier entstanden ad hoc das Auge mit Museum Aquarelle + Neocolor II sowie das Spachtelbild unten mit den 3 Primärfarben Gouache, mittels Kreditkarte über das Papier gezogen…passend zum Bankerthema. Zeitaufwand: und 30' für das Auge, 5' für das Spachtelbild.

15. Oktober 2014

Eine Selbststudie: Nase und Mund

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"Partielles Selbstporträt": Im Hinblick auf einen Kurs im Porträtzeichnen machte ich zuerst eine Serie von "Selfies"mit meinem Smartphone von Teilen meines Gesichts. Mit dem Schwarzweiss-Filter abstrahierte ich das Bild meiner Mundpartie. So konnte ich während einer Zugfahrt zwischen London und Nottingham im Juni 2014 mein Skizzenheft mit einigen solcher Studien anreichern. Ich fertigte sie mit Prototypen von pigmentierten Künstlerfilzstiften an, die wasserbasiert und dennoch permanent sind, d.h., sie lassen sich sehr gut schichten. Die Filzstifte haben eine weiche Pinselspitze, so kann man die Strichbreite von ganz fein bis breit mittels Winkel und Pinselführung variieren, wie im linkenTeil (roten Hintergrund) leicht feststellbar ist. Die so entstehende Struktur vibriert und wirkt lebendig.

Pigmentierter Pinselfilzstift 12 x 18cm, Zeitaufwand 20'

30. März 2014

Karikaturen für fünf Arbeitskollegen

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Ich wurde von einem Mitarbeiter einer Schweizer Firma angefragt, für ihn und vier seiner Arbeitskollegen eine spezielle Karikatur als Erinnerung an ein gemeinsames Unterfangen anzufertigen. Zu fünft hatten sie nämlich beschlossen, den Engadiner Skimarathon 2014 zu bestreiten. Die Zeichnung sollte als besonderes Geschenk an den gemeinsam bestandenen Lauf erinnern. Ich erhielt zu jeder Person nebst Foto auch Stichworte zu speziellen Eigenheiten, zu Hobbys sowie Angaben und Anekdoten zu jedem Lauf selbst. Ich baute möglichst viele Hinweise in die einzelnen A3-Bilder ein. Zuerst leichte Skizzen mit blauem SKETCHER Non Photo Blue. Erstmals arbeitete ich die schwarzen Outlines mit den neuen Prototypen des ARTLINER von Caran d'Ache. Diese pigmentierten, lichtechten und wasserbeständigen Stifte kommen im September 2014 auf den Markt. Erstmals aquarellierte ich eine Karikatur 100% mit Aquarellfarben von Sennelier, meist mittels Waterbrush von Caran d'Ache. Für feinste Lichtpunkte kam erstmals auch ein Weiss-Acrylstifte von Molotow zum Einsatz. Dynamische Linien, die ich später aquarellierte, zog ich mit MUSEUM-Aquarellstiften.
Ich hatte nicht enorm viel Zeit, der Budgetrahmen war gegeben, ich amüsierte mich trotzdem beim Zeichnen und Malen und hatte meine Freude dabei - wie hoffentlich auch die kürzlich Beschenkten…

Zeitaufwand: je 3 Std. pro Bild, 15 Std. total.

Kulisse für Volkstheater

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Von einer Volksbühne wurde ich angefragt, für die kurz bevorstehende Theatervorstellung noch
fehlende Kulissenteile zum Thema "Wald" zu malen. Es galt, 4 Holzelemente à je 2.80m Länge und 1m Breite, die alle versetzt bzw. im Winkel zueinander stehen sollten, innert kurzer Zeit zu gestalten. Dazu sollte auf einer neutralen Holzplatte ein Tor mit Holzfaser-Imitation und Fensterchen aufgemalt werden. Insgesamt etwa 14m2. Ich hatte genau ein Wochenende Zeit für diesen Auftrag und installierte mich draussen auf der Terrasse in einem "ad hoc"-Atelier, es schneite und war kalt, ausgerechnet jetzt! Ich trug Halstuch, Mütze und Halsschuhe und arbeitete von frühmorgens bis spätabends, wobei ich mit schnellen, grosszügigen Pinselstrichen von Hell nach Dunkel arbeitete. Die Waldimpressionen sollten starkes Gegenlicht wiedergeben. Damit die Acrylfarbe, die ich verwendete, nicht zu glänzig würde, kaufte ich einige matte Abtönpasten für die Fassadenmalerei nach. Bevor ich mit dem Farbauftrag begann, recherchierte ich im Internet einige Waldbilder, druckte mir eine Auswahl aus und klebte mir eine kleine Collage zusammen, die mir als Vorlage diente.
Erschwerend kam dazu, dass ich die schweren Platten alleine rumtragen musste und sie wegen des nasskalten Wetters nirgends vertikal aufstellen konnte, wodurch ich horizontal auf einem Tisch malte, was die perspektivische Wahrnehmung etwas verzerrte. Trotzdem, am Schluss war ich zufrieden mit dem Resultat und hoffte, dass die Wirkung auf der Bühne jene eines "Waldes" sein würde…

Zeitaufwand total: 20 Std.

14. März 2014

Studie in Trockenpastell - männliches Auge

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Zwischendurch hier wieder mal eine Studie, die ich zwecks Materialtesten kürzlich unternahm: Ein männliches Auge ab Fotovorlage mittels Trockenpastell (Pastell Pencil + Cube von daran d'Ache) auf Uart-Paper 20 x 26cm, Uart, eine amerikanische Marke, die auf raue Oberflächen wie Pastellpapiere, aber auch Skateboardbeschichtungen spezialisiert ist. Dieses Papier lässt zahlreiche Farbschichten und Überlagerungen zu, weil die feinen Zähne das Pulver festhalten.
Zuerst flach mit Cube leicht "Farbmassen" gelegt (Blocking in), dann mit Kanten und Ecken Zeichnung definiere, schliesslich mit Pencils Auge definieren, kolorieren, leicht mit Finger und Papierwischer vermischen, Glanzpunkte und Details wie Augenbrauen, Wimpern setzen. Alles ziemlich zügig - mit einigen Unregelmässigkeiten im Augenrund als Folge.

Zeitaufwand: 70'