9. April 2011

A2-Poster für Weltmeisterschaft

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A2-Poster für OL-WM 2012 in Lausanne (Schweiz)

Hier der definitive Entwurf für ein A2-Poster, das mir im Hinblick auf die OL-Weltmeisterschaft im Juli 2012 in der Schweiz (Lausanne) in Auftrag gegeben wurde. Es sollte eine Art Wimmelbild mit Austragungsorten, Autobahn, Eisenbahn, wichtigsten Orten, kulinarischen Spezialitäten und Sehenswürdigkeiten sowie Athleten werden. Zuerst habe ich den Hintergrund von Hand mit Gouache gemalt, in vier Teilen eingescannt. Dann rund 150 Einzelteile mit Bleistift und Fineline gezeichnet, eingescannt, mittels Photoshop einzeln ausgeschnitten, formatiert, platziert und anschliessend einzeln koloriert. Phasenweise auf 100 Ebenen! Dann Ebenen nach und nach komprimiert und gegen Schluss Vordergrund und Hintergrund mittels Schattierungen und Kolorierung angeglichen. Rund 70 Ortsnamen und Beschriftungen auf einer weiteren Ebene eingefügt, hellweiss unterlegt. Drei Sportler einzeln ab Foto abstrahiert und leicht karikiert. Gesamtaufwand rund 23 Stunden.

23. Februar 2011

Skizzen und Improvisationen aus dem Atelier...

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Hier einige Februar-Impressionen: Ich hüpfe von einem Bild zum anderen, von einer Technik zur anderen. In Ergänzung zu meinen Gestaltungsaufträgen tun solche "handfesten" Mischübungen gut. Meist zwischen 22 - 24 Uhr und mit müdem Kopf. Ab und zu schaut doch auch mal eine Perle heraus. Nach und nach kristallisieren sich Stil und bevorzugte Techniken heraus. Wenn es dann soweit ist, gehts endlich an eine Serie, die Grundlage für eine Ausstellung. Gibts irgendwo jemanden, der für mich wieder mal eine Ausstellung organisieren möchte?  Wir könnens auch schon Retrospektive nennen ;-).

Techniken: Ölpastel über Acryl, Öl über Acryl, Trockenpastell in Acrylbinder getaucht, Farbstift und Blender (neutraler farbloser Stift zum Vermischen von Farbstiftzeichnung), Neocolor, Tusche, Graphit...

Skizzen




























13. Februar 2011

Cartoon für Transport-Box

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Noch nicht offiziell: Diesen Entwurf habe ich soeben für einen Sportbekleidungshersteller in Zusammenhang mit einer bekannten Schweizer Multisportveranstaltung gemacht...;-). Es sollte eine Art "Wimmelbild" sein, in der die fünf Sportarten zu erkennen sind. Wenn alles in Ordnung ist, wird das Sujet 2011 auf eine textile Transport-Box gedruckt. Mehr dazu später...

23. Januar 2011

Persönlicher Kalender zur Pensionierung

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Die Belegschaft einer mittelgrossen Firma schenkt ihrem scheidenden Direktor zur Pensionierung einen originellen Abschiedskalender: 12 Blätter mit 12 Sujets, die Episoden aus dessen Wirkungszeit wiedergeben sollen in witzigen Cartoon-Karikaturen. Das Ganze sollte relativ dezent in Grautönen und vorwiegend in Schwarzweiss daherkommen. Farbtupfer streute ich bei der Belegschaft in Form von Porträts in einem bunten Blumenstrauss ein. Wichtigste Etappen:

  1. Schnelle Scribbles mit schwarzem Marker auf A4
  2. Reinzeichnung Grafstone Caran d'Ache, schwarzem Polychromos und Copic-Marker 110
  3. Einscannen, Photoshop auf A2 hochfahren, dann in Grautönen "kolorieren"
  4. Kalenderlayout mit Open Source-Software "Scribus"
  5. Aufbereiten für Print und Upload bei Druckerei für A2 (Wiro-Bindung bei diesem Format schwierig zu finden)
  6. Bereitstellen Originale sowie Kalenderbilder als PDF









13. Januar 2011

Susi und die Blume

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Ich habe alles gegeben: Etwa 30 Stunden Aufwand für diesen dreiseitigen Comic: Geschichte ausdenken und entwerfen, scribbeln, Figuren zeichnen, einscannen, auf Photoshop bearbeiten, Geschichte zusammensetzen auf etwa 15 Ebenen, Sprechblasen einfügen, Zeichnungen ergänzen, Text definitiv festlegen, Sprechblasen anpassen, kolorieren (für mich die "Kür"!), schattieren, korrigieren, alles sehr aufwändig....Hier treten dann auch die Grenzen von Photoshop zutage. Zwar gefallen mir dessen Maloptionen, aber reproduktionstechnisch wäre Illustrator gelegentlich schon praktischer. Aber den beherrsche ich leider zuwenig.
Der Comicwettbewerb war von der IGSU Interessensgemeinschaft Saubere Umwelt ausgeschrieben in drei Alterskategorien, Thema "Littering", ein Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht. Irgendwie hat es mich gepackt, einerseits thematisch, dann auch zeichnerisch. Obschon ich kein sehr geübter Comiczeichner bin, oder gerade deswegen, wollte ich mein Glück versuchen und die freie Zeit anfangs Jahr nutzen.




Also: Meine Figur "Susi" (wie so oft) tritt mit Hund "Bob" (diesmal stumm) auf, sieht und bewundert die kleinen Wunder der Erde. Ihre Bewunderung wird jäh unterbrochen, als die bewunderten Objekte von Zigarettenstummel und Blechbüchse abgeschossen und zerstört werden. Nach der Entrüstung die Frage: Wer tut sowas? Und warum bloss? (Ja, Ungerechtigkeiten treiben auch mich zu solchen Fragen). Der "Täter" gibt sich zu erkennen, ein hohler, zynischer, rücksichtsloser, selbstverliebter kleiner Macho, (ja gar Sadist!) tritt aus einer abfallverseuchten Umgebung hervor. Seine Fiesheit geht weiter, indem er den Fischen im klaren Wasser Gift zum Trinken serviert. Susi spricht ihn direkt an und versucht ihn zu stoppen. Der Fiesling macht sich nur über das "brave Kind" lustig und visiert als nächstes Opfer einen kleinen Singvogel an, den er mit einer kaputten Glasflasche bewerfen will. Der kleine Vogel läutet den Wendepunkt der Geschichte ein: Sein durchdringender "Ziwiii"-Ruf geht um die ganze Welt, erreicht alle Pflanzen und Tiere der Erde, mobilisiert deren Kräfte, worauf Susi die Attacke gegen ihn befiehlt: Die rekonvaleszente Blume biegt sich zur Schleuder und wird danach selber Geschoss, die wieder erstarkte Biene wird zum treffsicheren Schützen: Die Ohren des Fieslings werden so mit Zigarettenstummeln - seinen weggeworfenen Zigarettenstummeln - verstopft, seine Augen mit Blumen zugedeckt. "Ich sehe nichts! Ich höre nichts!" Sein Hilferuf ist denn auch sinnbildlich zu verstehen: Ich bin ein Ignorant! Genau, deshab hat Susi kein Erbarmen. Der kleine Sadist hat nichts aus den Warnungen gelernt. Er wird von zwei Vögeln gepackt und zu einem entfernten "blauen" Planeten weggebracht oder eben "entsorgt". Der Übeltäter ahnt sei Ende und ruft in der Not nach seiner Mama, er wird zum Weichei und zur absoluten Lachnummer. Lakonisch meint Susi: "Vielleicht wird er ja dort verwertet". Ein Hinweis darauf, dass auf dem Planeten mit dem entsprechenden Symbol recyclet wird und der Bösewicht dort seine Lektion nochmals lernen könnte - oder eben nicht. Die Geschichte endet mit Bob, der, ziemlich aufgebracht, ein Stück abgerissener Hose des Bösewichts zwischen seinen Zähnen hat. Noch viel lieber wären ihm die Knochen des Naturhassers gewesen...Susi ermahnt ihn zum Schluss augenwinkernd: Trotz Frust, Hosen recyclen, nicht littern!

Mir gefällt das Resultat, obschon der Schluss grafisch etwas gedrängt ist. Eine 4. Seite hätte die Story aber zu sehr aufgeblasen und in die Länge gezogen. Im April weiss ich, was die Jury dazu meint.

Was Pheidippides noch sagen wollte...und: Der Star ist die Zeitmessung

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Zwei Illustrationen für die beiden Kolumnen des aktuellen Swiss Athletics-Magazins:
Einerseits ein Text über den legendären Meldeläufer Pheidippides, der die Nachricht vom Sieg der Schlacht von Marathon nach Athen bringen sollte, dies tat, aber dummerweise tot zusammenbrach. Und so mutmasst der Autor, wie es gewesen wäre, wenn der arme Läufer nach neusten Methoden hätte trainieren können und eben seine Botschaft via Twitter hätte melden können...


Dann die Zeitmessung und das Messbare an sich als Thema, die so dominant sind in der Leichtathletik, dass oft der Mensch, die Duelle, die Ästhetik und das Qualitative auf der Strecke bleiben. Die Zeitmessung als Star im Zeitalter der Casting-Stars, dies hat mich zu dieser Illustration inspiriert.

Röstiraffel-Rutsche

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Das Titelbild des Jahresberichts 2010 der Schweizerischen Kartoffelproduzenten ziert diesmal die verheerende Röstiraffel-Rutsche, die so mancher nichtsahnender Kleinkartoffel das Leben kleingehackt hat. Vorzeichnung mit Bleistift und mit Fineliner nachgezeichnet, eingescannt, Verunreinigungen mittels Photoshop herausgeputzt, dann mit Grautönen "koloriert" bzw. schattiert.

31. Dezember 2010

Neues aus dem Atelier...

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Seit einem Monat arbeite ich im neuen Atelier und experimentiere frei mit verschiedensten Techniken und zu diversen Motiven. Im Mittelpunkt: Felsen, Berge, Bäume, meist frei improvisiert oder ab Skizzen. Techniken: Acryl, mit und ohne Vogelsand, Ölfarbe, Ölpastelle (Neopastel), Wachspastelle (Neocolor I). Die meisten Leinwände zum dritten Mal übermalt, oft auch auf Sperrholz. Für 2011 plane ich irgendwann irgendwo wieder mal eine Ausstellung. Bis da kristallisieren sich Motive und Techniken noch klarer heraus.
Hier die ersten Zwischenresultate...
















14. Dezember 2010

Porträtkarikatur zur Verabschiedung

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Diese Porträtkarikatur habe ich ab Foto gemacht. Eine Arbeitskollegin hat ihren in Pension gehenden Kollegen fotografiert und mir das Bild zusammen mit ein paar Stichworten gemailt. Auf einem matt gestrichenen A3-Zeichenpapier habe ich das Bild vollständig mit Caran d'Ache LUMINANCE 6901 ausgemalt. Der weiche, wachsige Stift erlaubt wirklich feinste Farbverläufe, mit etwas Druck und ab der 3. Schicht denkt man wirklich eher an Malerei als an Zeichnung. Einzig für die schwarzen Konturen und einige Grauschattierungen habe ich noch Polychromos dazugenommen. Zeitaufwand total 4-5 Stunden, natürlich nachts! Da ist alles ruhig und ich sinke in das Bild und in die Person rein. Tönt irgendwie blöd, aber wenn du dich zeichnerisch mit einer Person befasst, baust du irgendeine Vertrautheit auf, ohne sie wirklich zu kennen. Ich bin überzeugt, dass ich zum Beispiel diesen Charakterkopf sofort auf der Strasse erkennen würde! Hoffe, der Frischpensionierte freut sich über das Werklein. Mir jedenfalls hats Spass gemacht.





P.S: Es scheint ihm sichtlich Spass gemacht zu haben! Hier das Original mit der "Kopie":